Wenn es eine Strategie gibt, mit der Sie Ihre Produktions-, Personal- und Energiekosten um bis zu 80 % senken können, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen, dann ist es diese.
Die Investition in ein industrielles CT-System zur Prüfung hochdichter Bauteile – unabhängig davon, ob es mit einer Mikrofokus- oder Minifokus-Röntgenquelle ausgestattet ist – stellt eine erhebliche Kapitalinvestition dar. Um den wirtschaftlichen Nutzen dieser Investition zu maximieren, ist jedoch nicht zwangsläufig ein weiteres CT-System erforderlich. Bereits eine vergleichsweise kleine Erweiterung kann die Betriebskosten und Prüfzeiten deutlich reduzieren. Tatsächlich können Sie mit einer Investition von lediglich rund 6 % der ursprünglichen Systemkosten – einschließlich der Software – jede CT-Prüfung mit nur 20 % der bisherigen Betriebskosten und Prüfzeit durchführen.
PolyCT, entwickelt von XRAY-LAB GmbH & Co. KG in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IIS, schließt genau diese Lücke. Das präzise Mehrachsen-Nachrüstsystem lässt sich nahtlos in Ihr bestehendes CT-System integrieren und verändert die Wirtschaftlichkeit jeder einzelnen CT-Prüfung grundlegend. Ein Standard-Scan mit einer Dauer von 30 Minuten, bei dem bislang nur ein einzelnes Bauteil geprüft werden konnte, ermöglicht nun die gleichzeitige Prüfung mehrerer Komponenten. PolyCT steigert nicht nur die Effizienz, sondern erhöht den Durchsatz erheblich und sorgt für schnellere, zuverlässigere Prüfabläufe – ohne Kompromisse bei der Prüfqualität.
PolyCT wurde für die einfache Integration in bestehende industrielle CT-Systeme entwickelt. Das Nachrüstsystem wird direkt auf dem vorhandenen Drehtisch bzw. Manipulator des CT-Systems montiert und lässt sich ohne aufwendige Umbauten in die bestehende Anlage integrieren.

PolyCT M5 – Fünf unabhängige Rotationsachsen in einem einzigen Scanzyklus
Die integrierte Laserausrichtung vereinfacht die Installation und Positionierung, ohne dass Änderungen an der Mechanik oder Software Ihres CT-Systems erforderlich sind. Anpassungsfähige Probenhalter ermöglichen zudem die Aufnahme unterschiedlichster Bauteilgeometrien. Nach der Installation erfolgt die Prüfung wie gewohnt im standardmäßigen CT-Workflow.
Mit PolyCT können innerhalb einer einzigen CT-Aufnahme mehrere Bauteile gleichzeitig geprüft werden, wobei jedes Bauteil mit seinem eigenen Rotationszentrum rekonstruiert wird. Dadurch werden Überlagerungsartefakte vermieden und gleichzeitig für jede Probe ein unabhängiger volumetrischer Datensatz erzeugt. Das Ergebnis ist ein deutlich effizienterer CT-Prüfprozess bei gleichbleibend hoher Bildqualität – selbst für hochdichte und schwer durchstrahlbare Bauteile.

Die Konfiguration bestimmen Sie selbst – ob mit drei, vier, fünf, sieben oder einer individuell anpassbaren Anzahl von Rotationsachsen. In Kombination mit verschiedenen Sichtfeldgrößen, beispielsweise 150 mm (PolyCT M3) oder 225 mm (PolyCT L3), lässt sich das System optimal an Ihre Anforderungen anpassen. Da jede Produktionsumgebung individuelle Prüfanforderungen stellt, wurde PolyCT für eine maximale Konfigurierbarkeit und Flexibilität entwickelt.
Die Rekonstruktion erfolgt mit POLYREKO, das jedes in einem einzigen Scanzyklus erfasste Bauteil individuell verarbeitet. Anstatt nur ein einzelnes Bauteil zu rekonstruieren, wird dieselbe Rekonstruktionszeit genutzt, um für jedes Bauteil im Scan einen unabhängigen 3D-Datensatz zu erzeugen. Die CT-Anlage läuft dabei über die gleiche Zeitspanne und der Bediener arbeitet im gewohnten Prüfablauf. Da jedoch weniger Scanzyklen erforderlich sind, werden die Betriebsstunden der Röntgenröhre reduziert, der Wartungsaufwand verringert und der Energieverbrauch pro geprüftem Bauteil gesenkt. Der Prüfdurchsatz steigt entsprechend der Anzahl der aktiven Rotationsachsen, wodurch sich die Inspektionskosten pro Bauteil proportional reduzieren.
In Kombination mit modernen 4K-Detektoren oder Großflächendetektoren mit einer Diagonale von über 1.000 mm wird die hohe Auflösung über sämtliche Rotationszentren hinweg vollständig genutzt. Das Ergebnis ist eine vollständige Ausnutzung der Detektorfläche sowie eine hochauflösende Bildgebung für jedes Bauteil innerhalb eines einzigen Scanzyklus – ohne Kompromisse bei der Bildqualität.
Mehrspindel-CT-System für die Verteidigungsindustrie
Die weltweiten Militärausgaben erreichten im Jahr 2025 mit 2.887 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchststand. Dies entspricht dem elften Anstiegsjahr in Folge sowie einem Zuwachs von 41 % innerhalb des vergangenen Jahrzehnts – laut dem Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI).
Mit dem anhaltenden Wachstum der Verteidigungsindustrie wird der Prüfdurchsatz zunehmend ebenso entscheidend wie die Prüfgenauigkeit. Hersteller stehen vor der Herausforderung, steigende Stückzahlen sicherheitskritischer Bauteile zu prüfen, ohne dabei Kompromisse bei der Defekterkennung einzugehen.
Verteidigungskomponenten wie Artilleriegranaten, Raketengehäuse, Raketenmotoren und Baugruppen von Marschflugkörpern werden für den Einsatz unter extremen mechanischen, thermischen und dynamischen Belastungen ausgelegt. Ihre dichte metallische Konstruktion, komplexen Innengeometrien und engen Maßtoleranzen machen sie zu den anspruchsvollsten Anwendungen für die industrielle CT-Prüfung. Größere oder besonders dichte Bauteile erfordern häufig Hochenergie-Röntgensysteme, um eine ausreichende Durchstrahlung und zuverlässige Bildqualität zu gewährleisten.
Mehrspindel-CT-Prüfung von Artilleriegranaten.
Konventionelle Oberflächenprüfverfahren und die zweidimensionale Röntgenprüfung stoßen bei der Bewertung komplexer Innen Geometrien, verdeckter Defekte und der Maßhaltigkeit an ihre Grenzen. Daher ist die industrielle Computertomographie (CT) ein unverzichtbares Prüfverfahren für sicherheitskritische Komponenten in der Verteidigungsindustrie.

Prüfaufbau für die Mehrspindel-CT-Prüfung von drei Artilleriegranaten.
Während PolyCT die Leistungsfähigkeit bestehender industrieller CT-Systeme erweitert, lässt sich das gleiche Mehrspindel-CT-Prinzip auch als eigenständige CT-Lösung für die Serienfertigung in der Verteidigungsindustrie realisieren. Die hier dargestellte Anlage zeigt ein kundenspezifisches System zur gleichzeitigen Prüfung von Artilleriegranaten. Sie veranschaulicht, wie anwendungsspezifische Spannvorrichtungen und Mehrachsen-Scankonzepte entwickelt werden können, um individuelle Kundenanforderungen zu erfüllen oder die Entwicklung neuer Prüfsysteme sowie vollständig integrierter Produktionslinien zu unterstützen.
Während eines einzigen Prüfzyklus wird jedes Bauteil unabhängig verarbeitet. Jede Artilleriegranate oder Raketenkomponente wird als eigenständiger 3D-Datensatz rekonstruiert. Dadurch können Ingenieure kritische innere Defekte zuverlässig bewerten und gleichzeitig eine lückenlose Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen geprüften Bauteils sicherstellen.

Röntgenaufnahme der inneren Struktur einer Artilleriegranate
Für Hersteller in der Verteidigungsindustrie stellt sich heute nicht mehr die Frage, ob die Computertomographie (CT) kritische Defekte erkennen kann, sondern ob sie mit der Produktionsgeschwindigkeit Schritt halten kann. PolyCT erschließt das volle Potenzial bestehender industrieller CT-Systeme, während die kundenspezifischen CT-Lösungen von XRAY-LAB speziell für hohe Stückzahlen und anwendungsspezifische Prüfaufgaben entwickelt wurden. So können Hersteller ihre Produktion skalieren, ohne Kompromisse bei der Prüfqualität einzugehen.
Schöpfen Sie das volle Potenzial Ihres CT-Systems aus. Mit PolyCT prüfen Sie nicht nur Bauteile, Sie maximieren die Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit Ihrer bestehenden Anlage.
Fordern Sie eine Demo-Prüfung mit Ihren eigenen Bauteilen an. Bringen Sie Ihre anspruchsvollsten Geometrien, Ihre dichtesten Werkstoffe oder Ihre Bauteile mit den höchsten Produktionsstückzahlen mit. Erleben Sie selbst, wie mehrere Komponenten innerhalb eines einzigen CT-Scanzyklus gleichzeitig geprüft werden können.
Häufig gestellte Fragen
Was ist PolyCT in der industriellen CT-Prüfung?
PolyCT ist eine Mehrachsen-Technologie für die industrielle Computertomographie (CT), die von XRAY-LAB GmbH & Co. KG in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IIS entwickelt wurde. Sie ermöglicht die gleichzeitige Prüfung mehrerer Bauteile innerhalb eines einzigen Scanzyklus und steigert dadurch den Prüfdurchsatz erheblich.
Welche Branchen profitieren am meisten von der PolyCT-Prüftechnologie?
PolyCT bietet insbesondere für die Luft- und Raumfahrt, die Verteidigungsindustrie, die Automobilindustrie, die Kernenergie sowie den anspruchsvollen Maschinen- und Anlagenbau einen hohen Mehrwert. Es eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen dichte metallische Bauteile mit komplexen inneren Strukturen regelmäßig geprüft werden müssen.
Ist für den Einsatz von PolyCT ein neues CT-System erforderlich?
Nein. PolyCT ist ein nicht-invasives Mehrachsen-Nachrüstsystem, das sich in kompatible industrielle CT-Systeme integrieren lässt. Es wird direkt auf dem vorhandenen Drehtisch bzw. Spannfutter des CT-Systems montiert und ermöglicht es Herstellern, den Prüfdurchsatz deutlich zu steigern, ohne ihre bestehende CT-Anlage ersetzen zu müssen.



